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Methoden zur Problemgewinnung, Planung und Problemlösung

Im folgenden werden Methoden für die Ideenfindung und Problemlösung näher beschrieben. Eine ausführlichere Übersicht über weitere Methoden ist bei Wikipedia zu finden.

Mind-Mapping

Diese Arbeitsmethode verbindet, nutzt und fördert das sprachliche und bildhafte Denken. Zusätzlich verbessert und erleichtert sie die Arbeit und Kommunikation in einer Gruppe. Sie ist als Team-, Partner oder Einzelarbeitsmethode mit variabler Gestaltung möglich.

Einsatzmöglichkeiten

  • In Planungsphasen
    • Planen von Projekten
    • Aufzeigen von spontanten Einfällen (Brainstorming)
    • Vorbereitung und Durchführung von Besprechungen und Vorträgen
    • Exzerpieren von Texten
  • In Problemlösungsphasen
    • Aufzeigen von Entscheidungsmöglichkeiten
    • gemeinsames Erarbeiten von Problemlösungen im Team
    • Visualisierung von erarbeiteten Lerninhalten
  • In Problemsicherungsphasen
    • Festhalten von Lernergebnissen
    • Auswerten von Lernergebnissen

Vorgehensweise

Die Erarbeitung einer Mind-Map kann auf einem Blatt, Tafel, Wandzeitung,… erfolgen. Es gibt auch Computerprogramme, die dies unterstützen können.

  • Thema, Problem oder Überschrift groß und mittig platzieren und einkreisen (Ellipse);
  • Teilnehmer schreiben themenbezogene Einfälle um das Zentrum herum (Hauptäste)
    • Hauptäste werden mit Schlüsselwörtern bezeichnet (z.B. in Rechtecken)
  • von den Hauptästen aus verzweigen weitere Äste, sie bilden die weitere Unterteilung bis hin zur Detailinformation;
  • Teilnehmer sollen sich von bereits notierten Schlüsselwörtern inspirieren lassen
  • innerhalb des Diskussionsprozesses können unwichtige Äste gestrichen werden, Querverbindungen zwischen einzelnen Ästen hinzugefügt werden, wichtige Äste hervorgehoben werden (z.B. durch Farbe, Symbole…)
  • wenn nötig, Äste nummerieren
  • Teilnehmer nehmen ihr individuelles Mind-Map als ganzes dar, als visualisiertes Gedankenbild

Werden ausschließlich Substantive verwendet, so wird das treffende Formulieren geübt. Eine Mind-Map sollte möglichst groß und übersichtlich angelegt werden und alles aufgeschrieben werden, was einem einfällt (streichen kann man dann immer noch).

Software für Mind-Maps

Unterstützende Software für die Erstellung von Mind-Maps gibt es zahlreich, neben den proprietären, kommerziellen Angeboten gibt es auch eine Vielzahl von freier Software - jeweils mit unterschiedlichsten Möglichkeiten und Erweiterungen sowie für unterschiedlichste Betriebssysteme.

Zwei freie Programme sind

Weitere Programme (Freeware, kommerziell) sind in der Liste von Mind Map Software des englischsprachigen Wikipedia zusammengetragen.

Weblinks

Brainstorming, Brainwriting, 635-Methode

Verfahrens- und Vorgehensweise beim Brainstorming

Durch eine rasche Sammlung von „Geistesblitzen“ erleichtert die Methode die Ideenfindung in fast allen Bereichen. Vorteil dieser Methode ist ein Sammlung eines großen Ideenspektrums, alle Teammitglieder werden beteiligt und neue Denkansätze können eingebracht werden. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

  1. Problemfindung:
    Ein Begriff, Problem, Thema, provozierende Leitfrage oder der thematische Rahmen wird definiert und auf einem geeigneten Medium festgehalten (Tafel, Folie, Flip-Chart…)
  2. Kreative Phase:
    In der Kreativen Phase wird die Leitidee Quantität vor Qualität verfolgt. Alles was den Teilnehmern zu dem Thema einfällt (Ideen, Lösungsvorschläge usw.) wird in einem zuvor festgelegten Zeitrahmen gesammelt und festgehalten. Dabei ist jede Idee zulässig und wird visualisiert - egal wie abwegig sie klingt - und somit festgefahrende Denkmuster zu durchbrechen. Hierzu gehört auch, das an den Ideen keine Kritik geübt wird und diese noch nicht diskutiert und abgetan werden. Die bereits festgehaltenen Ideen können dabei zu den eigenen Ideen einbezogen, erweitert und variiert werden. Das Ziel dieser Phase ist ein Maximum an Ideen zu dem Thema.
  3. Auswahlphase:
    Thematische Sortierung und Zusammenfassung der gefundenen Ideen und Lösungsvorschläge sowie die Prüfung der Ideen auf Realisierbarkeit und Zusammenhang zur Problemstellung. In dieser Phase findet nun eine Diskussion statt, in der auch Vorschläge verworfen werden können.

Eine mögliche Variation der Brainstroming-Methode ist die Kartenabfrage. Dabei werden Karten und Stifte verteilt, auf denen die Ideen und Lösungsvorschläge von jedem Teilnehmer notiert werden (jeweils eine pro Karte). Um die Anonymität der Vorschläge sicherzustellen, werden die Karten nach dem Einsammeln durch den Moderator gemischt, anschließend dem Plenum unkommentiert laut vorgelesen und an eine Pinnwand geheftet. Anschließend werden die Vorschläge diskutiert und zu Themenbereichen geordnet. Vorteil bei dieser Methode ist die Anonymität der Ideen, so daß die einzelnen Teilnehmer ihr Denken weiter befreien können, da sie nicht die Angst haben müssen, eine in den Augen von anderen Teilnehmern „peinliche“ Idee abzugeben und jedem Teilnehmer wird die Beteiligung an der Diskussion ohne hierarchische oder rhetorische Berücksichtigung ermöglicht. Nachteil ist, daß auf Ideen von andere Teilnehmer zunächst nicht aufgebaut werden kann, hierzu müßten mehrere Runden der Kartenabfrage durchgeführt werden.

Stärken der Brainstorming-Methode ist die Trennung der Ideenfindung und -bewertung sowie die Anzahl der Ideen, die innerhalb kürzester Zeit eingebracht werden.

Verfahrens- und Vorgehensweise beim Brainwriting/635-Methode

Bei diesem Verfahren setzen sich sechs Personen zusammen, schreiben jeweils drei Lösungsvorschläge und reichen sie auf einem Formblatt fünfmal weiter. Das System funktioniert in 5 Phasen

  1. Das Problem wird sorgfältig analysiert und die Aufgabenstellung genannt.
  2. Jeder Teilnehmer erhält ein Formblatt mit 18 Feldern und trägt in die obere Reihe drei Ideen ein.
  3. Nach einem vereinbarten Zeitraum (3-5 Minuten) wird das Formblatt im Uhrzeigersinn weitergegeben. Jeder bekommt damit automatisch drei neue Vorschläge vorgelegt.
  4. Zu den auf dem Formblatt stehenden Vorschlägen sollen drei vertikal anknüpfende oder assoziierende Ideen aufgeschrieben werden.
  5. Nach weiteren 3-5 Minuten werden wie Blätter wieder im Uhrzeigersinn weitergegeben. Jeder Teilnehmer erhält nun Lösungsvorschläge mit anknüpfenden Ideen und schreibt zu diesen wiederum drei weitere hinzu. Dies wird so lange durchgeführt, bis jeder Teilnehmer einmal jeden Zettel erhalten hat.

Auf jedem Blatt befinden sich nach Abschluß 18 Lösungsvorschläge, jeder Teilnehmer hat 18 Ideen eingebracht und in knapp einer halben Stunde sind 108 Lösungsvorschläge erarbeitet worden.

Weblinks

verschiedenes/methoden_zur_problemgewinnung_planung_und_problemloesung.txt · Zuletzt geändert: 14.11.2010 10:45 (Externe Bearbeitung)
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